Möglichkeiten bei fortschreitender Kurzsichtigkeit

Was ist Kurzsichtigkeit und kann diese wieder verschwinden?


Das Auge entspricht einer kleinen Kamera. Für ein scharfes Sehen ist es Bedingung, dass das Bild auf der Netzhaut scharf abgebildet wird und die Augenlänge genau an die Brennweite des Auges angepasst ist. Die Netzhaut wandelt Licht in elektronische Signale für die Nervenzellen um.

Bei Kurzsichtigkeit wächst das Auge zu sehr in die Länge, so dass die scharfe Abbildung vor der Netzhaut liegt, man sieht in der Ferne nicht mehr scharf.

Wenn das Auge einmal länger geworden ist, als es nötig ist, wird es im Laufe des späteren Lebens nicht wieder kürzer. Die Kurzsichtigkeit bleibt erhalten und neigt eher zum Fortschreiten. Ihre Progression endet in der Mitte der Pubertät und schreitet nur in Ausnahmefällen über das 25. Lebensjahr hinaus fort.

Die Neigung zur Kurzsichtigkeit (Myopie) ist in erster Linie genetisch festgelegt, sie ist die häufigste Sehstörung des jugendlichen Auges. Die Rate der Myopie nahm in den letzten Dekaden weltweit zu. Man geht davon aus, dass die Ursache hauptsächlich in einem geänderten Seh-, Lern- und Freizeitverhalten zu finden ist.

Es stellt sich daher die Frage, mit welchen Möglichkeiten die Entstehung und das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit gehemmt werden kann, um auch das Risiko der visusbedrohenden Sekundärerkrankungen zu senken. Dies betrifft die Altersgruppe, in denen die Myopie typischerweise am schnellsten fortschreitet, etwa zwischen 8 und 15 Jahren.

Im Allgemeinem sollten einfache Verhaltensregeln beachtet werden:

  • Ausreichender Aufenthalt im Freien (2-3 Stunden täglich).
  • Aufenthalt in hellen, gut ausgeleuchteten Klassenzimmern/Räumen: Vermutet wird, dass die Hemmung über eine erhöhte Freisetzung vom Dopamin aus der Netzhaut gesteuert wird. Es ist bereits früher beschrieben worden, dass Dopamin das Augenlängenwachstum hemmt (ATOM 2- Studie unter Leitung von Audrey Chia vom Singapore National Eye Center).
  • Nahbeschäftigungsdauer und Nahabstand (Lesen, Handy, Fernseher, PC etc.): nach 30 Minuten sollte eine 10-minütige Pause eingehalten werden und ein Nahabstand von 30 cm und mehr. Das entlastet das akkomodative System der Augen.

Optische Möglichkeiten

 

Myopie wird durch konkave Brillengläser oder Kontaktlinsen ausgeglichen und kann in ausgewählten Fällen durch chirurgische Verfahren korrigiert werden, wobei die Optik, nicht jedoch die Bulbuslänge beeinflusst wird.

Da die Netzhaut das Wachstum des hinteren Augenpols über das gesamte Gesichtsfeld steuert, ist auch die Abbildungssehschärfe der Peripherie des Gesichtsfeldes wichtig. Bei multifokalen optischen Korrekturen wird dies berücksichtigt, da zur Fernkorrektion eine zweite Schärfenebene für die Nähe einbezogen wird.

Atropin-Therapie bei Kurzsichtigkeit


Nach neuen, wissenschaftlichen Erkenntnissen lässt sich die Zunahme der Myopie mit einer speziellen Tropftherapie drosseln.
Hierfür empfehlen wir Ihnen die Verwendung von gesondert zubereiteten Atropin Augentropfen in hundertfacher Verdünnung (0,01%).

Quelle: Schaeffler F. Biologische Mechanismen der Myopie  


Wie läuft die Therapie ab?


In Deutschland gibt es keine spezielle Zulassung für dieses Anwendungsgebiet. Die Tropfen werden auf einem Privatrezept für Ihr Kind verordnet. Die Augentropfen genau nach Anweisung 1 x abends in beide Augen geben (nicht mehr als 1 Tropfen) und die Therapie über einen Zeitraum von 2 Jahren konsequent durchführen.

Um den Effekt des Präparates auf das Längenwachstum des Auges genauestens zu kontrollieren, empfehlen wir jährlich eine optische Vermessung (optische Biometrie – IOL Master) durchführen zu lassen.

Nebenwirkungen

Atropin kann nachteilige Effekte auf Pupillenweite und Akkommodation (Naheinstellung) haben. Gegen die Myopie hat sich eine Konzentration des Atropins von 0.01% als sehr effektiv herausgestellt und mit dieser Dosis wird die Pupillenweite nur um einen 1,1 mm weiter gestellt - somit wird die Akkommodation kaum beeinflusst (Minderung um 4,9 Dioptrien - normale Akkommodationsbreite in diesem Alter ca. 15 Dioptrien).

Andere unerwünschte Nebenwirkungen konnten nicht nachgewiesen werden. Nach dem Tropfen kann ein leichtes Brennen zu spüren sein, was aber ungefährlich ist.


Vorsicht!
Da Atropin in größeren Mengen giftig ist, sollten Sie die Tropfen unbedingt sicher und geschützt vor Kindern aufbewahren! Liegt der Verdacht einer Vergiftung vor (z.B. durch Trinken der Tropfen) mit Beschwerden wie Mundtrockenheit, Schwindel, Bewusstseinsverlust, Harnverhalt, so wenden Sie sich bitte umgehend an einen Notarzt (Tel: 112).

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